.

Zweiter Spieltag 2. Rheinland-Pfalz-Liga (16.10.)

Am 16.10. empfingen wir nach 2019 wieder die Schachfreunde aus Schweich-Trittenheim in Kettig.

Die geplante Aufstellung sah den Einsatz von Ingo Schaller vor, dieser musste aber wegen eines Unfalls absagen. Uli Christoffel war unerwartet früher aus seinem Urlaub zurück gekehrt und konnte so als Ersatz einspringen. Auch Karsten Loof war nach gefühlt ewiger Schachabstinenz wieder dabei, wir waren also nicht schlecht aufgestellt.

Kommen wir zu Kampf selbst. Waldemar hatte an Brett 8 den nominell viel stärkeren Gereon Lex als Gegner (200 DWZ Punkte), der in den vergangenen Jahren immer an einem der vorderen Bretter zu finden war. Nach der Eröffnung sah die Partie auch so aus, als hätte Gereon Lex das Heft fest in der Hand. Waldemar konnte aber durch energisches Spiel den Schweicher zu Ungenauigkeiten verleiten und dann entscheidend durch einen Läuferspieß Material gewinnen. Thomas Hönig hatte gegen Fabian Kaufmann eine Stellung die etwas schlechter aber gut haltbar aussah. Sein Gegner fand aber die richtigen Abwicklungen und kam so zu einem nie gefährdeten Sieg. Wie auch Thomas so kam auch Gerhard Keller nicht richtig in sein Spiel und lief der Partie hinterher. Lange sah es so aus, als könne er das Endspiel nicht halten. Das sah auch sein Gegner so und spielte unentwegt auf Gewinn- es war die längste Partie des Tages. Wirklich einen eindeutigen Gewinn konnte Kevin Pardey aber nicht nachweisen, und als der Kampf auch bei einem Sieg von ihm immer noch für uns entschieden war, willigte er endlich ins Remis ein. Uwe Reichert hatte etwas mehr vom Spiel gegen Dietmar Schuster. Im Verlaufe der Partie entstand ein schwieriges Endspiel. Hier zeigte Uwe die bessere Kenntnis und Übersicht und konnte einen vollen Punkt einheimsen. Karsten Loof hatte im März 2020 zum letzten Mal am Brett gesessen. Er spielte an Brett 4 gegen Christian Steil. Sein Gegner unterschätzte die Chancen von Karsten in der ruhigen Stellung, die nach der Eröffnung entstanden war, und wurde nach einer Ungenauigkeit am Damenflügel für die Vernachlässigung der Entwicklung bestraft. Uli Christoffel musste sich gegen Dirk Koch mit einem Alapin-Sizilianer auseinandersetzen. Es entstand ein ziemlich zähes Mittelspiel mit gegenseitigem Belauern. Jedoch leistete sich keiner der beiden Kontrahenten eine Schwäche und die Partie verließ nie die Remisbreite. Ich wurde von Nico Schmitz mit einer mir unbekannten Variante in der Philidorverteidigung überrascht und stand nach der Eröffnung sehr kritisch. Ich entschloss mich zu einem Qualitätsopfer und konnte meine verbliebenen Figuren auf aktive Felder stellen. Es entstand dann im weiteren Verlauf eine Partie mit ungleichem Material: ich hatte Dame, er zwei Türme, dazu dann ungleichfarbige Läufer. Seine Stellung war kurz vor dem Zugzwang als er noch seinen Läufer für einen Bauern geben musste. Zwar spielte er noch ein Dutzend Züge, aber das war nur Agonie. Bleibt unser Bernd an Brett 1. Gegen Boris Pritzker gelang es ihm nicht seinen gefürchteten Beton anzurühren. Schon früh waren an seinem Brett unangenehme Abhängigkeiten entstanden, die Boris Pritzker mit genauem Spiel ausnutzte.

Immerhin mit etwas Glück war uns ein deutlicher 5:3 Sieg gelungen. Der nächste Kampf findet schon am 6.11. statt, daheim erwarten wir die Spieler aus Nickenich. Wenn wir hier halbwegs komplett antreten sehe ich die Chancen sehr ausgeglichen. Vielleicht haben wir ja dann die bessere Tagesform?