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Willkommen beim SC 1924 Kettig

Clubabend ist immer Freitags ab 19.30 Uhr im Vereinsraum in der Weißenthurmer Str. 1. Jugendtraining ist, außer in den Schulferien, ebenfalls Freitags ab 17.00 Uhr am gleichen Ort.

 

Gelungener Saisonstart der Zweiten in der A-Klasse (11.9.)

In der ersten Runde am 11.9. der A-Klasse reiste unsere Zweite zum Lokalderby nach Urmitz. Dort erwartete uns gleich zu Beginn zwei Überraschungen: Nicht nur dass der gefürchtete b4-Spieler Helmut Höfer die schwarzen Steine führte, auch waren die Bretter 1 und 2 in einem anderen Raum als die Bretter 3-5 untergebracht. Vielleicht war das auch ganz gut so, denn so bekamen nur wenige den Damenverlust von Hermann am Spitzenbrett in weniger als 8 Zügen mit! Ein Moment geistiger Umnachtung, aber so kann es gerade zu Saisonbeginn passieren, wenn der Schachmuskel quasi kalt und nicht trainiert ist.
Danach überschätzte Elmars Gegner an Brett 2 seine Stellung, trennte sich von seinen Angriffsfiguren und Elmar behielt nach diesem kurzen Scharmützel einen Bauern mehr. Dieser Vorteil wurde nach und nach in eine Gewinnstellung umgemünzt, es galt aber dennoch auf der Hut zu sein, da der nach h4 gewanderte schwarze König von Figuren beiderlei Farben umringt war und der Weiße mehrmals mit seinem Turm Matt auf h8 drohte.
Michael Lohn an fünf sammelte erst einen gegnerischen Läufer und danach weitere Bauern ein, so dass sein Sieg ungefährdet war.
Neuzugang Michael Höber kam in seinem ersten Einsatz an Brett 4 zu seinem ersten vollen Punkt: Erst lehnte Dorothee Busch eine Punkteteilung in ausgeglichener Stellung ab, leistete sich aber danach eine Ungenauigkeit, die Michael ausnutzen konnte.
Ein interessantes Endspiel war an Brett 3 von Hans-Peter gegen Helmut Höfer zu sehen: Der Kettiger mit Turm gegen 3 gegnerische Bauern. Der schwarze König war aber auf der g-Linie zur Unbeweglichkeit verurteilt, so dass HaPe die Bauern einheimsen konnte. Endstand also 4:1.Kurzum – ein Saisonstart, der Spaß gemacht hat und auf den weiteren Verlauf der Saison neugierig macht.

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In Memoriam Zdravsko Maslar (Pile) 26.10.1932-24.4.2022

Zdravsko Maslar, unter Freunden nur Pile (wie "Pille" ausgesprochen, nach seinem serbischen Geburtsort Pilatovići), war ein starker Spieler und ein Problemkomponist der Königsklasse. Anfang der Sechziger aus politischen Gründen aus dem Jugoslawien Titos emigriert machte er sich als Gastwirt mit seinem Balkan-Pic in Andernach selbstständig; heute ist dort meines Wissens der Ratskeller. Am Schachbrett ein gefürchteter Weißspieler mit seinem 1.f2-f4 und einem unbedingten Willen zum Sieg- gespielt wurde bis zum absoluten Ende einer Partie, was manchen Mannschaftsführer zur Verzweiflung brachte, denn taktische Unentschieden kamen mit ihm nicht in Frage. Im Jahr 2000, also mit 68 Jahren, hatte er noch die stattliche ELO-Zahl von 2147. Bis zum Beginn der Pandemie war er Stammspieler in unseren Mannschaften.

Im Problemschach war er einer der ganz Großen im Bereich Hilfsmatt und im Märchenschach, Schwerpunkt Probleme mit wenigen Steinen und besonders auch langzügige Aufgaben. 2016 publizierte er nach langen Jahren der Vorarbeit und des immerwährenden Redigierens, er war wohl sehr streng gegen sich selbst, ein Heft mit 180 seiner besten Aufgaben: "Ausgewählte Schachaufgaben, kommentiert von meinen Freunden".

In der Wikipedia wird eine sehr schöne Aufgabe von Pile im Thema Hilfsmatt zitiert:

https://de.wikipedia.org/wiki/Hilfsmatt

Lange Zeit, d.h. seit 1975, war er Gastgeber und Mitorganisator des weltweit größten Märchenschachtreffens über das Himmelfahrtswochende in Andernach. Auf einem dieser Treffen (1993?) wurde auch das Andernach-Schach erfunden:  "eine Figur oder ein Bauer (aber kein König), der schlägt, wechselt sofort die Farbe".

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Einvernehmliche Entscheidung für den Aufstieg in die Rheinland-Pfalz-Liga!

Sportlich hatte die erste Kettiger Mannschaft bereits die Berechtigung zum Aufstieg in die 2. Rheinland-Pfalz-Liga in der Tasche, als vor 3 Wochen die Meisterschaft in der Rheinlandliga in trockene Tücher gebracht wurde. Es musste jedoch reiflich überlegt werden, ob man den Sprung wagen könne, da der Aufstieg einige Fragen aufwies, die erst geklärt werden mussten: In der neuen Klasse wird an acht statt wie in der Rheinlandliga an sechs Brettern gespielt; ferner sind Ersatzspieler aus unteren Mannschaften nur dreimal spielberechtigt statt sechsmal wie in der Meistersaison. Am Clubabend wurde nach einer lebhaften Diskussion übereinstimmend entschieden, den Aufstieg wahrzunehmen. Erleichtert wurde der Entscheid u.a. dadurch, dass zum bisherigen Kreis der Ersten mit Karsten Loof und Ingo Schaller zwei Spieler stoßen werden, die letzte Saison pausiert hatten und die Mannschaft sicherlich verstärken werden. Wo die Zweite in der neuen Saison spielen wird, ist allerdings noch nicht entschieden. Der Bezirk Rhein-Ahr-Mosel überlässt den Vereinen die freie Wahl, allerdings wird erst Ende Juli festgelegt sein, wie groß die Mannschaftsstärke in den einzelnen Klassen sein wird. Die zwei Neuzugänge, Oleksander Derevianko und Michael Höber, erweitern den Spielerkader der Zweiten; dennoch wäre die Teilnahme mit einer Fünfermannschaft in der A-Klasse auf die Mannschaft zugeschnitten. In der wahrscheinlich mit 6 Brettern spielenden Bezirksklasse tummeln sich einige Mannschaften, die von ihrer Spielstärke eigentlich nicht dorthin gehören und aufgrund ihrer dünnen Personaldecke mehrere Male auf den Aufstieg verzichtet hatten.
Und wer weiß – da das Wechselfenster noch bis zum 1. August geöffnet ist, wird der Verein sicher nichts gegen die ein oder andere Verstärkung einzuwenden haben.

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Meister!

Endlich geschafft, die letzte Runde einer unglaublich chaotischen Saison mit Terminänderungen und diversen kampflosen Mannschaftskämpfen liegt hinter uns. Und wir haben es tatsächlich mit Glück geschafft in dieser Runde ganz knapp den Meistertitel zu holen.

Zur Erinnerung: vor der Runde waren drei Mannschaften punktgleich, wir waren als zweiter aber in den Brettpunkten deutlich hinter den Bitburgern. Die Bitburger hatte den Kampf gegen die Schachfreunde aus Hermeskeil, die an dritter Stelle lagen. Nachdem Bitburg gegen Hermeskeil 3:3 endete, ein Ergebnis das beiden Mannschaften nichts nützt, und wir gegen PST Trier/Bernkastell mit 4:2 gewannen sind wir alleiniger Tabellenführer und damit Meister der RL1 in diesem Jahr.

RL1 Trier/Rhein-Ahr-Mosel

Platz            Verein                                                           Spiele                 MP+                MP-                        BP           

1SC 1924 Kettig712226½
2SF 1958 Bitburg711327
3SC Gardez Hermeskeil711324½
4SG PST-Trier/Bernkastel79525
5SG Reil-Kinheim76818½
6SC Cochem741018½
7Konz-Karthaus721212½
8SG Trier   III711315½
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Kampf um die Meisterschaft in der Rheinlandliga bleibt spannend

In der Rheinlandliga reiste die Erste als Favorit zum Tabellenletzten aus Trier, doch es entwickelte sich ein recht spannender Kampf, der am Ende mit einem recht glücklichen 4:2-Erfolg endete.
Dabei fing es recht gut an Dr. Bernd Müller strich am ersten Brett nach einer nach dem Turnierreglement vorgegebenen einstündigen Wartezeit auf seinen Gegner den kampflosen Punkt ein. Uwe Reichert an drei erwischte dagegen einen rabenschwarzen Tag (er sucht wahrscheinlich immer noch nach einem noch stärkeren Ausdruck) und verlor nach wenigen Zügen gegen die überaus talentierte Jugendliche und Rheinland-Pfalz-Blitzmeisterin 2021 Mariya Anissimova die Qualität und wenig später die Partie. Mannschaftsführer George Bruziks an Brett 3 hatte sich im Mittelspiel einen Vorteil verschafft, den er auch ins Ziel brachte. An den restlichen drei Partien waren die Partieeinschätzungen unklar bzw. konnte man nicht viel erwarten. Thomas Hönig war in schlechter Stellung Opfer seiner Zeitnot und musste aufgeben. Waldemar Schmidt an fünf hatte früh einen Bauern verloren, bei korrektem Spiel hätte er nur Remis erreichen können, doch stellte er mit Hilfe seines Gegners eine unparierbare Mattdrohung auf - Zwischenstand somit etwas glücklich 3:2 für Kettig. Elmar Zimmer an sechs blieb es dann vorbehalten, den Mannschaftssieg unter Dach und Fach zu bringen. Mit den schwarzen Steinen unbeschadet aus der eigentlich als minderwertig angesehenen Modernen Ben-Oni-Verteidigung herausgekommen, konnte er einen Freibauern bilden, dessen Drohungen letztendlich den Ausschlag gaben.
Damit bleibt die Mannschaft auf dem zweiten Tabellenplatz, kann aber aus eigener Kraft nicht mehr Meister werden. Am 12. Juni trifft man in der Schlussrunde auf die Spielgemeinschaft aus PSG Trier/Bernkastel. Da der Tabellenführer Bitburg gleichzeitig auf den punktgleichen Tabellendritten aus Hermeskeil trifft, wäre ein Remis in diesem Kampf bei gleichzeitigem Kettiger Sieg ein Wunschergebnis.

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