Das war er also, unser Saisonauftakt. An dem einzigen Spieltag, an dem in dieser Saison erste und zweite Mannschaft zum gleichen Termin spielen, fehlen ausgerechnet viele der Stammspieler in beiden Mannschaften. Also hieß es improvisieren. Beim Gegner der Ersten, Remagen, handelt es sich um einen der ganz heißen Favoriten für die Meisterschaft und wir wollten versuchen, uns so teuer wie möglich zu verkaufen. Der zweiten Mannschaft wollten und konnten wir natürlich nicht auch noch Spieler wegnehmen, und so kam es, dass wir erstens ein Brett frei lassen mussten und zweiten Oleksandr komplett ohne Turniererfahrung seinen ersten Einsatz gleich in der zweiten Rheinland-Pfalz-Liga hatte.
Auch Remagen war nicht mit der wirklich ersten Wahl angetreten, aber erstens komplett an acht Brettern und zweiten im Schnitt um 200 DWZ-Punkte besser aufgestellt. Trotzdem, der Verlauf des Kampfes brachte zwischenzeitlich noch eine gewisse Spannung. Mit dem freigelassenen Brett stand es zwar von Anfang an 1:0 für Remagen, aber nach nur 15 Minuten stellte Janusch Meike gegen Thomas Hönig eine Figur ein und es stand ausgeglichen. Oleksandr an Brett 8 ließ sich auf unklare Experimente am Damenflügel ein und sah sich am Königsflügel schnell einem energischen und durchschlagenden Angriff ausgesetzt. An Brett sieben entfachte Waldemar Schmidt gegen Hans van Nieuwenhuizen ein Feuerwerk und konnte einen verdienten Sieg erringen. Gerhard Keller konte gegen Wolfgang Frömbgen eine vielversprechende Stellung aufbauen, fand aber nicht die energischste Fortsetzung und landete dann in einem unentschiedenen Turmendspiel. Uwe Reichert hatte gegen Hans-Jürgen Zirwes deutlich mehr von der Partie und es sah lange nach einem Sieg für ihn aus. Aber irgendwie schaffte es Hans-Jürgen immer wieder die Partie doch noch zu klammern und das entstehende Endspiel endete dann im Remis. Ich hatte nach einer ungenauen Eröffnungsbehandlung ziemlichen Druck des Gegners auszuhalten. Die Stellung hielt auch ziemlich lange und in der zweiten Hälfte der Partie konnte ich den Druck dann auch etwas abschütteln. Leider fand ich aber bei mittlerweile recht knapper Bedenkzeit nicht die notwendige energische Fortsetzung, die zu einer ausgeglichenen Stellung geführt hätte, und musste dann die Waffen strecken. An Brett eins sahen wir das Duell Bernd gegen GM Mainka. Bernd ließ sich auf nicht sein und der Großmeister aus Remagen musste mehr als sechs Stunden kämpfen bis er endlich den tapferen Bernd bezwungen hatte. Bei der Ausgangslage können wir mit dem 5:3 noch sehr stolz auf uns sein! Wir sind zwar jetzt Tabellenletzter, haben aber einen „Brocken" hinter uns. Von jetzt an geht's bergauf!
Zu den anderen Kämpfen:
Heimbach-Weis fährt mit nur sechs Spielern nach Schweich und gewinnt dort mit 4,5 zu 3,5!
Gusenburg und die SG Trier II trennen sich 4:4, ein Achtungserfolg der Trierer.
Lahnstein besiegt Nickenich mit 4,5:3,5
Bei verbliebenen Kampf Hachenburg/Dierdorf gegen Kastellaun hat es Probleme gegeben. Die Kastellauner sind zu einem anderen Spiellokal gefahren als die Heimmannschaft. Dann hat es mit dem Telefon wohl auch nicht geklappt und so haben sich beide Mannschaften nicht getroffen. Die erste Wertung des Kampfes als 8:0 für die Heimmannschaft ist nicht im Ergebnisdienst eingetragen. Wie üblich sind wohl mehrere an der Entstehung dieses Chaos beteiligt. Bin gespannt, wie die Bürokratie mit dieser Geschichte umgeht....
Alles zu unserer und den anderen Ligen auf www.sbrp-ergebnisdienst.de
Auf dieser Seite kann man neben den aktuellen Ergebnissen und Tabellen auch zu jedem Verein diverse Statistiken und den Steckbrief mit dem Spiellokal aufrufen.