An diesem Sonntag war das spannende Duell mit der SG Trier II angesetzt und wir hatten uns viel vorgenommen. Immerhin waren wir mit der besten uns möglichen Mannschaft angetreten und auch alle hoch motiviert. Aber auch die Schachfreunde aus Trier waren offensichtlich gut vorbereitet. Immerhin geht es für beide Mannschaften darum, den Abstieg aus der Klasse zu vermeiden!
Uli und George hatten die Bretter getauscht, George spielte also an Brett 3. Dies war die erste entschiedene Partie, der Luxemburger Matthieu Hoffmann leistete sich einige kleine Ungenauigkeiten als Weißer im Damengambit und fand sich in einer komplexen Stellung nicht zurecht.
Dies war ein früher Punkt für uns. An Brett 1 konnte Bernd zwar Material gewinnen, sah sich aber einem vehementen Angriff ausgesetzt. Bernd, der sonst immer durch Solidität und lange Partien glänzt, konnte dem Angriff von Viktor Reichert nicht widerstehen und so glichen die Trierer aus.
Uli konnte indessen am zweiten Brett gegen die junge Mariya Anissimova eine positionelle Ungenauigkeit in eine bessere Stellung ummünzen und dann mit einer typischen Gabelkombination entscheidenden Vorteil erringen. Wieder Vorteil für uns! Allerdings nicht sehr lang, denn Thomas Hönig konnte mit seinem Konterspiel den Gegner nicht erschüttern und musste sich geschlagen geben. Die Hälfte der Partien war jetzt entschieden, es stand 2:2 und die verbliebenen Partien gaben Anlass zur Sorge. Karsten hatte aus einem Damenbauernspiel einen wirklich schlechten Läufer gegen einen guten Springer auf dem Brett- ein Durchbruch mit direktem Angriff auf den König verhalfen dann den Trierern zu einem Punkt Vorsprung. Die restlichen Partien zogen sich schmerzhaft in die Länge. Uwe hatte an Brett fünf eine unglaublich scharfe und komplizierte Partie. Als sich dann nach sehr intensivem Gefecht der Rauch verzog blieb ein völlig unerwartetes Remis zurück.
Waldemar hatte sich an Brett 8 früh von Material getrennt, eine echte Kompensation dafür sah keiner von den Zuschauern. Aber Waldemars Kampfgeist ist bekannt und irgendwann stand plötzlich ein unentschiedenes Endspiel mit ungleichen Läufern auf dem Brett. Immer noch lagen wir einen Punkt zurück. Die Partie zwischen Michaela Roj und Gerhard Keller war lange Zeit sehr zweischneidig, die Kibitze sahen die beiden Kontrahenten abwechselnd in deutlichem Vorteil. Michaela wickelte dann in ein Springerendspiel mit einem Mehrbauern ab, eigentlich eine gute Voraussetzung für den Sieg. Allerdings hatte sie einen schwachen Randbauern und ihr König war noch nicht zentriert. Mit genauem und energischen Spiel gelang es Gerhard nach fünf Stunden hier noch einen Sieg zu erringen! Endstand 4:4, womit beiden Kontrahenten nicht wirklich geholfen ist:
Tabellenletzter ist Hachenburg mit 0 Mannschaftspunkten. Wir sind mit Gusenburg punktgleich (3 Punkte), und treffen in der siebten Runde aufeinander. Einen Punkt mehr haben die Nickenicher, die völlig unerwartet die Mannschaft aus Kastellaun schlagen konnten, sowie unser Gegner vom Sonntag, die SG Trier.
Es bleibt also spannend!