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Willkommen beim SC 1924 Kettig

Clubabend ist immer Freitags ab 19.30 Uhr im Vereinsraum in der Weißenthurmer Str. 1. Jugendtraining ist, außer in den Schulferien, ebenfalls Freitags ab 17.00 Uhr am gleichen Ort.

 

Bezirkseinzelmeisterschaft erste Runde

17 Spieler nehmen an der Einzelmeisterschaft des Bezirks teil, darunter mit Elmar Zimmer leider nur ein Kettiger. In einem Nachholspiel traf er mit Schwarz auf Kevin Weirauch; die beiden trennten sich remis.

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Misslungener Auftakt der Ersten

In der 2. Rheinland-Pfalz-Liga trat die Erste zu einem „Vierpunktespiel" in Gusenburg an – sah man doch die Mannschaft aus dem Westhunsrücker Hochwald vor Saisonbeginn als einen Konkurrenten um einen der begehrten Nichtabstiegsplätze. Die knappe 3.5:4,5-Niederlage täuscht darüber hinweg, dass Kettig nie richtig ins Spiel gefunden hatte. Schnell stand es 2:0 für die Gastgeber und bei den fünf Remispartien von Dr. Bernd Müller, Uwe Reichert, Karsten Loof, Uli Christoffel und Manfred Sorger waren kaum Gewinnchancen vorhanden. Bernd  stand etwas unter Druck, hat das aber recht sicher abgewehrt. Uli stand in seinem Drachen sehr bedenklich, Uwe hatte einen Bauern weniger, aber ausreichend Gegenspiel. Karsten hatte mehr vom Spiel, aber er kam nicht richtig durch. Manfred hatte die Eröffnung etwas unglücklich behandelt und später in einem Damen+Springer-Endspiel einen Bauern weniger. George Bruziks gewann als einziger seine Partie, da sein Gegner seine Stellung in einem ungesunden Gambit zu rechtfertigen versuchte und überzog.
Das erste Heimspiel der Mannschaft findet am 13. Oktober gegen Siershahn statt.

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Gelungener Saisonstart für zweite Mannschaft

Zum Saisonauftakt empfing in der A-Klasse unsere Zweite die zweite Garnitur aus Ochtendung. Kettig wurde seiner Favoritenrolle gerecht und behielt mit 3,5:1,5 die Oberhand.
Es gewannen Kevin Weirauch an Brett 1, Hermann Schlötter und Hans-Peter Engel, ein Remis steuerte Thomas Hönig bei, nur Michael Lohn musste sich geschlagen geben. Erste Früchte zeitigte das neu in die Turnierordnung des Bezirks aufgenommene, aber im Vorfeld heftig und kontrovers diskutierte Zweitspielrecht: Kevin hat sein Erstspielrecht weiterhin für Andernach, kann aber in der A-Klasse eingesetzt werden, da die Andernacher in der Bezirksklasse spielen.

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Jubiläumsschnellschach 100 Jahre Schachclub

Unser Jubiläumsturnier  am 31. August war ein Riesen-Erfolg: Die Teilnehmerzahl wurde ja in Anbetracht der Saalgröße bei Guido auf 40 begrenzt und die Anmeldungen verliefen zunächst recht schleppend. Doch ab 10 Uhr waren Thomas und Elmar bereits schweißgebadet, da auf einmal 50 Schachspieler und-spielerinnen teilnehmen wollten, es musste improvisiert werden.   Mit 21 Brettern war der Saal im Hotel bereits bis zum letzten Tisch gefüllt, so dass die vier weiteren Bretter durchaus das Privileg hatten, auf der etwas luftigeren überdachten Terrasse am Eingang spielen zu dürfen! Zum Neujahrsblitz wäre dies wohl nicht möglich gewesen. Unter den 50 Schachfreunden waren durchaus starke Spieler, die sich über 7 Runden spannende Kämpfe lieferten.

Hier die Abschlußtabelle:

Jubiläumsopen

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Nachruf Hans-Wilhelm Fink

Hans-Wilhelm Fink

Mit Hans-Wilhelm, geb. 1950, ist ein Schachfreund von uns gegangen, der mehr als 60 Jahre lang Vereinsangehöriger war, das obige Foto stammt aus dem Jahr 2004. In der Saison 2018/19 hatte er seine letzten Mannschaftspartien gespielt, bevor ihn dann sein Gesundheitszustand zur Aufgabe des aktiven Spiels zwang. Hans-Wilhelm war außergewöhnlich umfassend humanistisch gebildet. Gerade deswegen beschäftigte er sich bis zuletzt mit Schach, seine immense, mehrsprachige Schachbibliothek ist ein Ausdruck hiervon.
Aus Sicht seiner Mannschaftskollegen verfügte Hans-Wilhelm zweifellos über das beste Schachverständnis unter den Kettigern. Das gilt insbesondere für seine Endspielkenntnisse. Und wer von uns (Pile Maslar vielleicht einmal ausgenommen) konnte im Handumdrehen aus dem Gedächtnis eine bekannte Studie auf dem Brett aufbauen und sofort die Lösung zeigen? Schlechte Züge oder Partieverläufe kommentierte er oft mit dem Ausdruck " Scheiße, rief der Erzherzog"! Sein trockener Humor kam auch in diesem sehr oft gehörten Bonmot zum Ausdruck". „Es genügt nicht, ein schöner Spieler zu sein. Man muss auch schön spielen können!"
Nicht in Vergessenheit geraten sollte auch seine verlegerische Tätigkeit: Die in seinem Verlag herausgegebenen bzw. von ihm redigierten Bücher sind leider nur einem kleinen Kreis von Feinschmeckern bekannt, die das besondere Schachbuch lieben. Die Bücher werden z.T. in einschlägigen Internetportalen zu hohen dreistelligen Beträgen angeboten. Vor allem der Band über Philidor ist nicht nur in Schachkreisen, sondern auch bei Musikliebhabern sehr gefragt. Es erschienen:
• Theodorus Cornelius Louis Kok. Wege zur Endspielstudie/Bauernendspiele. Schwarze Damen im Zugzwang, herausgegeben von Jan van Reek. Verlag Hans-Wilhelm Fink 1992.
• J. van Reek. Endspielstudie zwischen Theorie und Artistik, 1993
• Pour Philidor. Eine Gedenkschrift zum 200. Todestag des Musikers und Schachmeisters, Hg. Jean Francois Dupont-Dancian, Verlag H.-W. Fink 1994
• Jan Timman. Ausgewählte Endspielstudien. Verlag H.-W. Fink 1995
• Rudolf Spielmann. Porträt eines Schachmeisters in Texten und Partien, herausgegeben von Michael Ehn, Verlag H.-W. Fink, 1996
• Eduardas Rozentalis. Vierzig kommentierte Partien 1983-1997, Verlag Dietmar Fölbach 1998, Redaktion H.-W. Fink
Viel Aufhebens über seine Liebe zum Schach, besonders über seine Erfolge hat Hans-Wilhelm nie gemacht. Er hat sich nie verbiegen lassen und immer klare Kante gezeigt.
Beliebt war Hans-Wilhelm auch wegen seiner Darbietung von – meist politischen – Anekdoten, über die er sich selbst diebisch amüsieren konnte. Hier ist nur eine davon:
Ein KP-Mitglied darf ins Ausland reisen. Er kabelt nach Moskau: „Es lebe das freie Warschau, gez. Rabinowitsch". Und dann: „Es lebe das freie Budapest, gez. Rabinowitsch". Später: „Es lebe das freie Prag, gez. Rabinowitsch". Und endlich: „Es lebe Wien, gez. der freie Rabinowitsch!"
In der Nacht vom 19. auf den 20. Juli erlag Hans-Wilhelm seinen schweren Leiden; der Schachclub wird ihn immer in Erinnerung behalten.

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